Logo der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart

Menu

Das Projekt

Die Ad hoc-Arbeitsgruppe „Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart“ untersucht die Transformation imperialer Ordnungsentwürfe im 21. Jahrhundert vor dem Hintergrund einer sich wandelnden internationalen Ordnung. Im Zentrum stehen die neoimperialen Strategien Russlands, Chinas und der Vereinigten Staaten, die sich in Formen geopolitischer Konkurrenz, ökonomischer Einflussnahme und ideologischer Selbstverortung manifestieren.

Die Aktualität des Themas ergibt sich aus einer zunehmenden Verdichtung geopolitischer Konflikte, wachsender Großmachtrivalität sowie der sichtbaren Infragestellung bestehender Ordnungsprinzipien der internationalen Politik. In diesem Kontext gewinnen neoimperiale Denk- und Handlungsmuster erneut an Bedeutung.

Die Arbeitsgruppe analysiert sowohl strukturelle Dynamiken globaler Machtverschiebungen als auch die historischen Narrative, mit denen politische Akteure Herrschaftsansprüche, Einflusszonen und Expansion legitimieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Zusammenspiel von geopolitischen Interessen, normativen Ordnungsmodellen und regionalen Konfliktkonstellationen.

Ein zentrales Erkenntnisinteresse der Arbeitsgruppe liegt darüber hinaus in der Frage, wie Europa auf diese Entwicklungen reagieren kann und muss, insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Erosion völkerrechtlicher Normen und einer geschwächten regelbasierten internationalen Ordnung.

Die Ad hoc-AG verbindet vergleichende und interdisziplinäre Forschung mit dialogorientierten Formaten. Zugleich versteht sich die Arbeitsgruppe als Instrument der Netzwerkbildung und als Plattform für einen strukturierten Dialog zwischen Wissenschaft und Politik. Durch den Austausch mit politischen Entscheidungsträgern wird ein direkter Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und Öffentlichkeit angestrebt.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, einen Beitrag zum besseren Verständnis neoimperialer Dynamiken zu leisten und fundierte Impulse für die politische und gesellschaftliche Debatte zu geben.