Veranstaltungen
Erfolgreicher Auftakt des neuen Dialogformats Wissenschaft und Politik der Ad hoc-Arbeitsgruppe „Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart“
China als neoimperiale Macht
Am 9. Juni 2026 fand die Auftaktveranstaltung des neuen Dialogformats Wissenschaft und Politik der Ad Hoc-Arbeitsgruppe „Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart“ statt. Das Dialogformat fördert den regelmäßigen Austausch zwischen Wissenschaft und politischen Entscheidungsträgern, um aktuelle geopolitische Entwicklungen zu analysieren, wissenschaftliche Perspektiven in politische Debatten einzubringen und ein systematischeres Verständnis der von neoimperialen Mächten ausgehenden Herausforderungen und Bedrohungen in der heutigen Welt zu entwickeln.
Die Sitzung wurde von Prof. Dr. Martin Schulze Wessel und Prof. Dr. Carlo Masala geleitet. Den fachlichen Impuls gab Prof. Dr. Sören Urbansky mit einem Vortrag zum Thema „China als neoimperiale Macht“. Prof. Dr. Urbansky ist unter anderem Ko-Autor des Buches "China und Russland: Kurze Geschichte einer langen Beziehung".
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, inwieweit sich China als zeitgenössische Form neoimperialer Macht verstehen lässt. Diskutiert wurden dabei unter anderem wirtschaftliche und infrastrukturelle Abhängigkeiten, das Verhältnis zwischen China und Russland, die Bedeutung Taiwans sowie die Rolle historischer Narrative und ideologischer Konzepte in der chinesischen Außenpolitik. Darüber hinaus wurde erörtert, welche Konsequenzen sich aus Chinas wachsender internationaler Einflussnahme für Europa und Deutschland ergeben.
Die lebhafte Diskussion verdeutlichte die hohe Relevanz des Themas und den Mehrwert eines engen Austauschs zwischen Wissenschaft und Politik. Die Ad Hoc-Arbeitsgruppe wird ihre Arbeit in den kommenden Monaten mit weiteren Sitzungen zu unterschiedlichen Erscheinungsformen neoimperialer Politik fortsetzen.
Eröffnungsveranstaltung der Ad hoc-Arbeitsgruppe "Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart"
14. Juli 2026 | Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften | München
Mit der Eröffnungsveranstaltung am 14. Juli 2026 nahm die Ad hoc-AG „Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart“ ihre öffentliche Arbeit auf. Rund 350 Gäste verfolgten die Veranstaltung im voll besetzten Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Die große Resonanz und die intensive Diskussion unterstrichen das breite Interesse am Thema und machten die Auftaktveranstaltung zu einem gelungenen Beginn der Arbeit der Ad hoc-AG.
Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Markus Schweiger, hielt Prof. Dr. Jörn Leonhard den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Imperialismus. Über ein Muster der neuzeitlichen Geschichte“. Darin ordnete er den Imperialismus historisch ein und zeigte dessen Kontinuitäten sowie Wandlungsprozesse bis in die Gegenwart auf.
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Prof. Dr. Jörn Leonhard, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Prof. Dr. Carlo Masala und Prof. Dr. Heike Paul verschiedene historische, politische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf den modernen Neoimperialismus. Im Mittelpunkt standen die Aktualität des Imperialismusbegriffs, die Bedeutung imperialer Denkmuster für das Verständnis aktueller geopolitischer Entwicklungen sowie die Frage, welche Herausforderungen sich daraus für Europa und die internationale Ordnung ergeben. Der anschließende Empfang bot den Gästen Gelegenheit, die Diskussionen in persönlichem Austausch fortzusetzen.
Begrüßung
Prof. Dr. Markus Schweiger
Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Vortrag
Prof. Dr. Jörn Leonhard
Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Jörn Leonhard
Prof. Dr. Carlo Masala
Prof. Dr. Heike Paul
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel
Moderation:
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel
Die Eröffnungsveranstaltung ist nun als Podcast-Episode der BAdW-Podcastreihe „WELTBEWEGT“ verfügbar.
Impressionen der Eröffnungsveranstaltung
Fachkonferenz "Neoimperialismus und Menschenrechte"
3./4. November 2026, Bibliothek der BAdW, München
Die Ad Hoc-Arbeitsgruppe veranstaltet eine Fachkonferenz zum Thema "Neoimperialismus und Menschenrechte". Ziel der Konferenz ist es, zentrale Spannungsfelder zwischen neoimperialen Strategien und dem internationalen Meschenrechtsschutz zu diskutieren.
Die Kooperation findet in Kooperation mit Prof. Dr. Dr. h. c. Angelika Nußberger statt, die an der Universität zu Köln einen rechtswissenschaftlichen Lehrstuhl innehat und die Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz leitet. Sie war Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und von 2017 bis 2020 dessen Vizepräsidentin.